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News

Oktober 2019: Vereinsgründung von "Klimaschutz For All"
Im Anschluss an die Veranstaltung am 18.10.19 haben wir Klimaschutz For All als gemeinnützigen Verein gegründet. Das eröffnet die Möglichkeit einen Antrag bei der Bremer Umweltförderung zu stellen, der einen schon gestellten Antrag beim Umweltbundesamtes ergänzen soll.

September 2019: Start des Modelllaufs im Januar 2020
Den Start des Modelllaufs haben wir jetzt für den 11.1.2020 festgelegt. Wir werden den Modelllauf im Bremer Stadtteil Findorff mit 40 Menschen durchführen; die Werbung von Teilnehmenden hat begonnen; die ersten 12 haben sich auch schon angemeldet! Der Modelllauf wird ein co-kreativer Prozess, in dem das Programm durch die Rückmeldungen der Teilnehmenden stetig verbessert wird. Klimaschutz For All meets Findorff Klimaschutz For All war in den letzten Wochen auf diversen Veranstaltungen in Findorff vertreten: Beim Findorffer Sommerfest, beim Schulfest der Oberschule Findorff, beim BioStadt-Tag auf dem Findorff-Markt und beim Straßenfest anlässlich des Marathons. Am Freitag 18.10. haben wir dann selber ein kleines Fest gemacht unter dem Motto "Kaffee, Kuchen, Klimaschutz" im Klimacafé in der Münchener Str. 146, das von unserem Kooperationspartner, der Klimazone Findorff, betrieben wird.

Juli 2019: Proof of Concept auf der Breminale und Teilnahme an der Climate Action Challenge
Das Konzept des Programms wurde im Juli auf der Breminale in Kooperation mit InnoQuarter einem proof-of-concept-Test unterzogen. Die Rückmeldungen waren sehr positiv und die Tatsache, dass das Programm einen Nerv trifft, wird auch durch die Rückmeldungen bei der Werbung von Teilnehmenden und die ersten Anmeldungen bestätigt (s. u.). Klimaschutz For All ist seit 1. Juli Teil der Climate Action Challenge der Social Acceleration Platform ProjectTogether. Über diese Plattform bekommen wir Unterstützung in Form von wertvollen Kontakten, einer Community von Gleichgesinnten und – ganz wichtig – durch ein sehr hilfreiches Coaching. Vielen Dank an Karin Tanger!

Mai 2019: 2000 € Spenden und 3 neue Mitstreiterinnen
In den letzten Monaten hat sich eine Menge getan! Im ersten Anlauf der Fundraisingkampagne sind ca. 2000€ zusammengekommen und drei der in diesem Rahmen Angesprochenen arbeiten seitdem regelmäßig bei der Weiterentwicklung des Programms mit. Vervollständigt wird der Kreis der Aktiven durch die Klimazone Findorff als Kooperationspartnerin für den Modelllauf.

 

27.09.2019 Klimapaket der Bundesregierung: Note mangelhaft

Das Klimapaket – eine schwere Enttäuschung
Fridays for Future geht seit 9 Monaten auf die Straße und fordert von der Politik, beim Klimaschutz zu handeln. Und zwar so, dass der globalen Gerechtigkeit und der Gerechtigkeit zwischen den Generationen Rechnung getragen wird. Nun hat die deutsche Bundesregierung geantwortet: Sie hat ein Klimapaketchen geschnürt, das kleiner ist als alles, was die von der Regierung bestellten Gutachter empfohlen hatten. Begründet wird dies damit, dass den Bürger:innen nicht mehr zugemutet werden kann.

Das hohe Bewusstsein für das Thema Klima hätte mehr möglich gemacht.
Der Grundgedanke, dass Klimaschutz nur funktioniert, wenn er die Menschen nicht überfordert, ist richtig und wichtig, und ist auch bei Klimaschutz For All ein zentrales Element. Gleichzeitig müssen wir mit großen Schritten in Richtung Klimaneutralität voran schreiten, wenn wir die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens einhalten und eine Klimakatastrophe vermeiden wollen. In dieser Situation ist es die Aufgabe der Regierung den Bürger:innen zu erklären, dass besondere Umstände besondere Maßnahmen erfordern. Und sie muss die soziale Härten abfedern, die mit den Maßnahmen einhergehen. Vor dem Hintergrund, dass Klimaschutz mehr als 80 % der Menschen in Deutschland wichtig ist, sind gute Voraussetzungen dafür gegeben, dass ein ambitionierter und sozial ausgewogener Klimaschutz auf Akzeptanz stößt – wenn er denn gut erklärt wird.

Das Klimapaket ist eine Zumutung – für alle, die jetzt und später unter den Folgen des Klimawandels leiden
Das jetzt geschnürte Klimapaketchen hingegen bedeutet, anderen eine große Bürde aufzuladen: Den Menschen im globalen Süden, die schon jetzt vermehrt unter Dürren, Überflutungen und Wirbelstürmen als Folgen des Klimawandels am stärksten leiden, und den jungen und nachfolgenden Generationen, die in einer Welt mit schweren ökologischen und gesellschaftlichen Verwerfungen wird leben müssen. Anderen Menschen wird damit sehr viel zugemutet, um den Bürger:innen heute Zumutungen zu ersparen, die im Vergleich dazu relativ harmlos sind.

Das wenige, was beschlossen wurde, ist unwirksam und ungerecht
Konkret ist der Kernpunkt der Kritik am Klimapaket der viel zu geringe Preis für CO2, der zudem erst in zwei Jahren erhoben werden soll. Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Berater der Regierung zum Thema Klimaschutz, hat vorgeschlagen, mit einem Preis von 50 Euro pro Tonne einzusteigen. Die Regierung hat ihn allerdings bei 10 Euro angesetzt.
Zusätzlich gibt es ein Sammelsurium von Einzelmaßnahmen mit fraglicher Wirksamkeit. Die Erhöhung des Spritpreises durch die CO2-Abgabe z. B wird für Pendler:innen durch eine höhere Pendler:innenpauschale in einem Maße kompensiert, dass diese teilweise am Ende besser dastehen als vorher. Am profitabelsten ist diese Regelung für diejenigen, die weite Strecken fahren und hohe Steuern zahlen. Unseres Erachtens wird das dem Anspruch eines sozial ausgewogenen ökologischen Umbaus nicht gerecht.
Von verschiedenen Seiten wird der Umfang des Pakets gelobt: 50 Milliarden Euro sollen ausgegeben werden. Aber es kommt eben nicht darauf an, dass viel Geld, sondern dass es sinnvoll ausgegeben wird. Das ist an vielen Stellen fraglich.

Die Politik muss spüren, dass dieses Paketchen nicht ausreicht – tun wir was dafür!

Mit Klimaschutz For All machen wir eigene Schritte zur Verringerung unseres eigenen CO2-Fußabdruckes. Ein Ziel davon ist, dass der Politik gezeigt wird, dass ambitionierte Klimapolitik auch auf Gegenliebe stößt. Daneben wird es in den nächsten Monaten besonders wichtig sein, sich gesellschaftlich und/oder politisch zu engagieren, um so Druck aufzubauen, dass das Klimapaket noch mal sinnvoll neu geschnürt wird.

Was können wir persönlich dafür tun? Am 29.11. ist der nächste Globale Klimastreik; da wollen wir noch mehr Menschen auf der Straße sein und Farbe bekennen. Kommst du? Und wen bringst du mit? Zudem  macht es Sinn Politiker:innen Briefe oder Emails zu schreiben, in denen wir zum Ausdruck bringen, was wir erwarten. Und es wird auch noch eine Reihe von Petitionen und Kampagnen geben, die durch weitere Unterschriften und Beteiligung an Gewicht gewinnen. Eine von vielen Umweltverbänden und anderen NGOs getragene Petition wurde schon gestartet und hat nur eine Woche nach dem Klimapaket-Disaster schon 270.000 Unterschriften.

Noch gibt es viele Wege zum Klimaschutz – zeigen wir der Regierung, dass die eingeschlagene Richtung in mancher Hinsicht zwar stimmen mag, aber dass dieses Paketchen keineswegs ausreichend ist.

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Termine

Fast jeden Freitag, 15:00 – 18:00 Uhr, Infozeit im KlimaCafé Findorff, Münchener Straße 146
Fragen zu Klimaschutz For All? Lust mal eine Minibilanz zu machen und zu sehen, wo du mit deinem CO2-Fußabdruck im Vergleich zu den Klimaschutzzielen stehst? Fragst du dich, was mit dem Begriff Handabdruck eigentlich gemeint ist und wie sich der vergrößern lässt? Oder du hast einfach eine Frage zum Thema Klimaschutz und Klimawandel? Dann komm einfach vorbei: Wir beschnacken das!


Mittwoch 20.11.19, 16-22 Uhr,
Sparkasse Bremen, Elevatorpitch auf der Machermesse
Hier wird die Idee maximal verdichtet: In einer Minute wird Uli F Wischnath Klimaschutz For All im Rahmen eines Elevator Pitch Contests vorstellen. Danach folgen noch 3 Minuten Q&A. Ob er die Idee zum Tagessieger machen kann? Mal sehen!

Donnerstag 05.12.19, 18.30 Uhr,
NZNB Verden, Veranstaltung "Klimakrise neu denken: Weil wir Teil der Lösung sind"
Auf dem Klimagipfel wird ab Anfang Dezember wieder darüber geredet, wie der Klimaüberhitzung Einhalt geboten werden kann. Alles, was bisher dort erarbeitet wurde, ist um Längen zu wenig, um die Ziele des Pariser Abkommens einhalten zu können. Vor diesem Hintergrund dürfen wir die Lösung der Klimakrise nicht den Gipfeltreffen und der Politik allein überlassen. Wir müssen als Einzelne und als Zivilgesellschaft selber zu einem Teil der Lösung werden. Wie? Das werden wir in dieser Veranstaltung mit Euch/Ihnen zusammen beleuchten.

Samstag 07.12.19
1 Jahr Klimaschutz For All
Die Entstehung von Klimaschutz For All geht auf eine Begegnung von Uli F Wischnath mit der "we are still in" coalition aus den USA auf dem Klimagipfel in Katowice am 7.12.2018 zurück. Vieles hat sich seit der ersten Idee verändert, aber die damals entstandene Erkenntnis, dass die Zivilgesellschaft beim Klimaschutz voran gehen muss, ist immer noch im Zentrum der Arbeit von Klimaschutz For All.